Beat Drittenbass
lanciert in der Ostschweiz Veranstaltungen für die ältere Generation
Kürzlich trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Bauunternehmen und der medizinischen Versorgung zum gemeinsamen Spatenstich des neuen Gesundheitszentrums in Altstätten.
Altstätten Wo noch vor Kurzem ein Parkplatz für Besucherinnen und Besucher der Altersheime zur Verfügung stand, sind heute Bagger am Werk: Am Freitag, 11. September, versammelten sich die Ärzte der Gesundheitszentrum Rheintal AG, Vertreter von Radiologie und HOCH Health Ostschweiz sowie zahlreiche medizinische Praxisassistentinnen, um beim feierlichen Spatenstich für das neue Gesundheitszentrum mit dabei zu sein. «Wir freuen uns wahnsinnig und sind stolz drauf, dass es nun so weit ist», begrüsst Dr. Clemens Jäger die Anwesenden im Namen der vier Ärzte, die das Projekt Gesundheitszentrum Rheintal vor über vier Jahren ins Leben gerufen hatten. Zusammen mit Dr. Haralampos Petridis, Dr. Rüdiger Eisel und Dr. Hans Entzian wurden etliche Pläne geschmiedet und Sitzungen gehalten. «Und heute stehen wir hier und die Pläne fangen an, Realität zu werden», freut sich Dr. Clemens Jäger und ergänzt: «Wir sind gespannt, was aus den Plänen auf Papier schlussendlich auf dem Platz entsteht.» In seiner Rede drückt er zudem die Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Altstätten, den Architekten und Bauunternehmen sowie den Vertretern von HOCH - Spitaldirektor Fabian Ryffel und Katja Hornung, Projektleiterin des Ambi Altstätten, aus. «Dass das Spital in Altstätten schliesst, hat uns dazu bewogen, das Gesundheitszentrum Altstätten umzusetzen.»
Mit der damaligen Verkündung der Schliessung des Spitals Altstätten regte sich Widerstand und es wurde nach Lösungen in alle Richtungen gesucht. «Die Initiative wurde damals von Michael Schöbi angestossen», erklärt Jäger und führt aus: «Er lud den Regierungsrat Bruno Damann nach Altstätten ein, mit dem man nach Lösungen gesucht hat.» Während einer Reise in Griechenland entstand die Idee der vier Ärzte, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Es entstand die Idee, für ungefähr 20 Millionen Franken gemeinsam ein Gesundheitszentrum entstehen zu lassen. «So konnten wir bewirken, dass gewisse ärztliche Leistungen der HOCH Health Ostschweiz in Altstätten bestehen bleiben können.»
Im Gesundheitszentrum in Altstätten entsteht ein Ort, in dem Dienstleistungen der vier beteiligten Ärzte, sowie von HOCH und der Radiologie Ost angeboten werden. Noch seien jedoch noch nicht alle Flächen vermietet, die das Zentrum an der F.-Marolanistrasse biete. Im Gesundheitszentrum werden so verschiedene ärztliche Dienstleistungen erbracht, sowie eine Dialysestation und eine gastroenterologische Praxis betrieben. Jäger sieht in der Zusammenarbeit viele Vorteile: «Wir arbeiten Tür an Tür und können gegenseitig von der jeweiligen Arbeit profitieren. So können in dringlichen Fällen auch Meinungen direkt eingeholt werden, anstatt dass der Patient wieder nachhause und neu aufgeboten werden muss.» Mittlerweile gebe es zudem wenige Ärzte, die noch als Einzelkämpfer arbeiten wollen. Mit kleineren freien Mietflächen bietet das Gesundheitszentrum zu einem günstigen Mietzins auch Platz für weitere Arztpraxen. «Wir wollten auch für junge Mediziner ein attraktives Angebot schaffen», betont Jäger. Das Prinzip sei klar: Man wolle nicht als grosse Besitzer agieren. Ärzte würden sich einmieten können und «ihr eigenes Gärtchen gestalten». Dazu gehöre auch, dass sie selbst bestimmen wie und wann sie arbeiten wollen. So gestalte sich ein lebendiges Umfeld für alle Beteiligten.
Zwar war geplant, das Gesundheitszentrum zu eröffnen, wenn das Spital Altstätten in ein Ambulatorium umgewandelt wird, jedoch vollzog HOCH Health Ostschweiz die Transformation bereits im Juni 2026. Die Bagger sind mittlerweile aufgefahren und erste Arbeiten konnten in die Hand genommen werden. Die Bauzeit wird ungefähr eineinhalb Jahre betragen. «Die Eröffnung planen wir, wenn alles gut läuft im Frühjahr 2028», so Jäger.
Von Manuela Müller
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