Elia Gsell
ist Schweizer Meister im Speed-Puzzeln
Alexander Herzog ist seit Monaten immer wieder in St.Margrethen anzutreffen.
In einer Serie stellt der «Rheintaler Bote» die Kandidaten fürs Gemeindepräsidium von St.Margrethen vor. In dieser Ausgabe präsentiert sich FDP-Politiker Alexander Herzog.
Alexander Herzog, was reizt Sie am Gemeindepräsidium?
St. Margrethen steht vor wichtigen Weichenstellungen, finanziell, gesellschaftlich und strukturell. Genau das reizt mich: Ich will Verantwortung übernehmen, Lösungen entwickeln und die Gemeinde gemeinsam weiterbringen.
Welche Erfahrungen aus Ihrer beruflichen Karriere bringen Sie für das Amt mit?
Ich bringe über 20 Jahre Führungserfahrung in Finanzen, Steuern, Gewerbe, Raumplanung, Sozialwesen, Integration, Bildung und Digitalisierung mit, vor allem in Gemeinden, in Non-Profit-Organisationen und der öffentlichen Verwaltung. Politisch war ich in der Rechnungsprüfung, im kommunalen Energieversorger, der kantonalen Finanzdirektion sowie im Gesundheits- und Altersnetz aktiv. Ich kenne operative Führung sowie politische Prozesse.
Wo sehen Sie Herausforderungen für St.Margrethen?
St.Margrethen steht finanziell unter Druck, bei gleichzeitig hohem Investitionsbedarf. Zugleich geht es um die Frage, wie wir attraktiv für Familien, Unternehmen und das Gewerbe bleiben. Diese Herausforderungen sind lösbar, mit klarer Finanzplanung, offenem Dialog und einem lösungsorientierten Führungsstil.
Was für einen Menschen bekommt St. Margrethen, wenn Sie gewählt werden?
Die Bürgerinnen und Bürger bekommen einen Menschen, der mit Herz, Verstand und Erfahrung an die Arbeit geht. Ich höre zu, nehme Anliegen ernst und arbeite lösungsorientiert. Mein Führungsstil ist offen, transparent und teamorientiert, ich glaube an Zusammenarbeit statt an Alleingänge.
Sie sind Mitglied der FDP. Wie zeigt sich das in Ihrer Politik?
Ich stehe für eine lösungsorientierte, verantwortungsvolle Politik mit gesundem Menschenverstand. Mir sind solide Finanzen, Eigenverantwortung, unternehmerisches Denken und ein starker Service publique wichtig, das sind Werte, die ich mit der FDP teile. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass man als Gemeindepräsident über Parteigrenzen hinweg denken und handeln muss. Ich will mit allen zusammenarbeiten, die konstruktiv mithelfen, St.Margrethen weiterzubringen.
Sie kommen aus Küsnacht. Sehen Sie es als Nachteil, dass Sie nicht aus der Region kommen?
Natürlich bin ich kein Einheimischer, und das spreche ich auch offen an. Aber ich sehe darin eine Chance: Ich bringe einen frischen Blick von aussen, gepaart mit grosser Erfahrung. Seit Monaten bin ich intensiv vor Ort: Ich spreche mit Vereinen, Gewerbetreibenden, Verwaltungsmitarbeitenden und Einwohnerinnen und Einwohnern. Was ich dabei erlebe, bestärkt mich: Es ist ein starkes Dorf mit grossem Potenzial. Und ich bin bereit, meine Kraft, mein Wissen und mein Herzblut dafür einzusetzen.
Was ist Ihre Vision für St.Margrethen in zehn Jahren?
St.Margrethen soll ein Ort sein, auf den die Menschen stolz sind: finanziell gesund, mit einer modernen Infrastruktur, lebendigem Vereinsleben und starken Schulen. Eine Gemeinde, in der Familien, Unternehmen und ältere Menschen gleichermassen gute Bedingungen vorfinden, mit Raum für Begegnung, Teilhabe und Lebensqualität.
Wie wollen Sie die Bevölkerung von sich überzeugen?
Indem ich auf die Menschen zugehe, zuhöre und ehrlich bin. Ich will zeigen, dass ich es ernst meine, mit meiner Erfahrung, meinem Einsatz und meinem Herz . Ich bin regelmässig vor Ort, suche das Gespräch und nehme Anliegen ernst. Ich überzeuge nicht mit grossen Versprechen, sondern mit Verlässlichkeit, Fachkompetenz und dem Willen, gemeinsam Lösungen zu finden.
Was war für Sie persönlich ein prägendes Erlebnis, das Ihre Haltung zur Politik beeinflusst hat?
Die Zeit, als ich in meiner Wohngemeinde Verantwortung in der Rechnungsprüfungskommission und später im Gesundheitsnetz übernommen hatte. Ich habe erlebt, wie wichtig es ist, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Meinungen gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln, für das Gemeinwohl, nicht für Eigeninteressen. Diese Erfahrung hat meinen Wunsch gestärkt, nicht nur zuzuschauen, sondern aktiv Verantwortung zu übernehmen.
Wie schaffen Sie in Ihrem Alltag einen Ausgleich?
Ich gehe regelmässig laufen, oft frühmorgens oder abends, das bringt mich in Bewegung und in Balance. Auch das Wandern und gelegentliche Campen geben mir Ruhe, neue Perspektiven und eine wohltuende Distanz zum Alltag. Zudem verbringe ich gerne Zeit mit meiner Familie und engen Freunden.
Welche Person hat Sie besonders inspiriert und warum?
Eine Person, die mich besonders geprägt hat, ist mein Vater. Er war Unternehmer mit klaren Werten: Er hat hart gearbeitet, war gleichzeitig bodenständig, fair und hatte immer ein offenes Ohr für andere. Von ihm habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Haltung zu zeigen und nie den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Diese Haltung prägt mich bis heute, in der Politik wie im Beruf: zuhören, anpacken, verlässlich sein. Und auch mal über den Tellerrand hinausdenken. Das hat mein Vater vorgelebt – und dafür bin ich ihm bis heute dankbar.
Was würden Ihre Freunde über Sie sagen, wenn man sie nach Stärken und Schwächen fragt?
Sie würden wohl sagen, dass ich jemand bin, auf den man sich verlassen kann, engagiert, loyal und mit einem feinen Gespür für Menschen. Sie schätzen meinen Humor, meine Klarheit in schwierigen Situationen und dass ich auch in herausfordernden Momenten ruhig und lösungsorientiert bleibe. Bei den Schwächen würden sie wohl schmunzeln und sagen: «Manchmal will er zu viel auf einmal.» Oder: «Er vergisst beim Umsetzen, dass nicht alle so schnell sind wie er.» Ich nehme solche Rückmeldungen ernst, sie helfen mir, dran zu bleiben und mich weiterzuentwickeln.
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