Beat Drittenbass
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Patrick Bollhalder will seine Führungserfahrung einbringen.
In einer Serie stellt der «Rheintaler Bote» die Kandidaten fürs Gemeindepräsidium von St.Margrethen vor. Der parteilose Partrick Bollhalder macht den Anfang.
Was reizt Sie am Amt des Gemeindepräsidenten?
Mich motiviert die Chance, meine Führungserfahrung lokal einzubringen und mit der Bevölkerung gemeinsam die Zukunft zu gestalten. St.Margrethen ist eine starke Gemeinde im Rheintal, deren Potenzial ich in den letzten Wochen durch viele Gespräche noch besser kennenlernen durfte. Die Nähe zu den Menschen, die Vielfalt der Aufgaben und die Chance, etwas Konkretes zu bewegen, reizen mich.
Welche Erfahrungen aus Ihrer beruflichen Karriere bringen Sie für das Amt mit?
Ich verfüge über mehr als 20 Jahre Erfahrung in operativen und strategischen Führungsfunktionen. Dabei habe ich Teams geführt, Prozesse aufgebaut und Veränderungen begleitet. Verantwortung, Verlässlichkeit und Zusammenarbeit waren für mich immer zentral. Ich gehe Aufgaben strukturiert an und verliere das Menschliche nie aus dem Blick.
Wo sehen Sie Herausforderungen für St.Margrethen?
Die finanzielle Stabilität ist eine zentrale Herausforderung für die Gemeinde. Gleichzeitig stehen wir vor demografischen Veränderungen und müssen die Chancen der Digitalisierung gezielt nutzen. Wichtig ist mir, dass wir die Attraktivität von St.Margrethen als Wohn- und Arbeitsort weiter stärken.
Was für einen Menschen bekommt St. Margrethen, wenn Sie gewählt werden?
Einen verlässlichen, klardenkenden und bodenständigen Menschen, der sich nicht scheut, Verantwortung zu übernehmen. Ich führe mit Respekt, Klarheit und Konsequenz immer an der Sache orientiert und nahe bei den Menschen.
Sie treten als Parteiloser zur Wahl an. Wo würden Sie sich politisch am ehesten verordnen?
Ich komme ohne Parteiprogramm, aber mit Haltung und der Erfahrung, komplexe Projekte ins Ziel zu führen. Politisch sehe ich mich als ausgewogen, offen und an der Sache orientiert. Ich denke nicht in Lagern, sondern in Lösungen.
Sie kommen aus Heerbrugg und kennen die Region. Welchen Bezug haben Sie zu St.Margrethen?
Ich bin zwar nicht in St.Margrethen aufgewachsen, durch meine erwachsenen Kinder und Bekannte, die hier wohnen und arbeiten, ist mir das Dorf jedoch bestens vertraut. Durch Gespräche mit vielen engagierten Menschen konnte ich viel lernen und neue Perspektiven gewinnen. Diese Begegnungen haben meine Motivation gestärkt, mich für die Zukunft der Gemeinde einzusetzen.
Was ist Ihre Vision für St.Margrethen in zehn Jahren?
Ich wünsche mir eine lebendige, wirtschaftlich gesunde und familienfreundliche Gemeinde, die modern denkt und offen handelt. St.Margrethen soll im Rheintal als attraktiver Wohn- und Arbeitsort wahrgenommen werden. Reto Friedauer hat bereits einige weichen mit dem Areal Alp, Stadler Rail Erweiterung und dem Interventionszentrum gestellt, diese müssen nun erstmals umgesetzt werden und parallel neue Möglichkeiten erarbeitet werden. Ich möchte, dass die Menschen spüren: Hier lohnt es sich zu leben und sich zu engagieren.
Wie wollen Sie die Bevölkerung von sich überzeugen?
Ich will mit klaren Zielen, ehrlicher Kommunikation und glaubwürdigem Auftreten überzeugen. Versprechen mache ich nur, wenn ich sie auch halten kann. Der direkte Austausch mit den Menschen ist mir wichtig, vor der Wahl und erst recht danach.
Was war für Sie persönlich ein prägendes Erlebnis, das Ihre Haltung zur Politik beeinflusst hat?
Mich hat nicht ein einzelnes Erlebnis geprägt, sondern viele kleine. Besonders aufgefallen ist mir immer wieder die Distanz zwischen Verwaltungen und Bevölkerung. Ein älterer Herr sagte einmal zu mir: «Uns hört sowieso niemand zu.» Das hat mich nicht losgelassen. Ich habe oft gedacht: Das kann man besser machen und heute bin ich bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.
Wie schaffen Sie in Ihrem Alltag Ausgleich zur Politik bzw. zu Ihrer aktuellen Tätigkeit?
Ich schätze es sehr, Zeit mit meiner Familie zu verbringen – beim Reisen, beim gemeinsamen Spielen mit dem Kind oder im Garten. Für Spannung und Ausgleich sorgt das Motorradfahren auf Rennstrecken, das ich ein paar Mal im Jahr mit Freunden und Familie teile. Es sind intensive, fokussierte Erlebnisse, die gleichzeitig entspannen. So bleibe ich innerlich ruhig und im Gleichgewicht.
Welche Person hat Sie besonders inspiriert und warum?
Mich haben viele Menschen in meinem Leben geprägt. Zwei Personen haben dabei einen besonders starken Eindruck hinterlassen: mein Vater und Steve Jobs. Von meinem Vater habe ich gelernt, was Verlässlichkeit, Verantwortung und Bodenhaftung bedeuten, dies ohne grosse Worte, sondern durch tägliches Vorleben. Steve Jobs hat mich mit seiner Klarheit, seiner Innovationskraft und seinem Blick fürs Wesentliche beeindruckt. Diese beiden Einflüsse begleiten mich bis heute.
Was würden Freunde über Sie sagen, wenn man sie nach Ihren Stärken und Schwächen fragt?
Ich glaube, sie würden sagen, dass ich verlässlich bin, strukturiert denke und klar kommuniziere. Ich verliere selten den Überblick, auch wenn es hektisch wird. Vielleicht bin ich manchmal etwas zu direkt, das liegt wohl am Rheintaler in mir. Aber ich meine es ehrlich und mit dem Ziel, Lösungen zu finden. ⋌
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